Nach meiner samstäglichen Klavierzeit fahre ich zum Tegelberg - die Gondelschlange
wächst, ist aber noch unter einer halben Stunde. Der Fliegerandrang ist gering, man
wartet auf überhöhende Thermik. Ab eins gibt es an beiden Plätzen geeignete Phasen.
Überraschend treffe ich Winfried, vergesse aber, seinen
Drachen genauer anzusehen, so weiß ich später nicht,
ob ich ihn sehe. Ich starte halbzwei nach Nordwest.
Die Luft ist sportlich wie gestern.
Ich steige bis zur Wol-
kenbasis auf zwo-vier.
Auch draußen geht es kaum run-
ter. Die Nordströmung ist stark.
Unbeschleunigt stehe ich fast.
Ich lande nach achtzig Minuten, starkwindmäßig.
Natürlich achte ich auf alle landenden Drachen.
Winfried ist nicht dabei, der fliegt wohl
wieder stundenlang. Zurück im Dorf sehe
ich die Drachen schweben - und fahre hin.