Als mich Winfried anruft, spiele ich gerade Klavier und der Nebel ist noch dicht.
Dann bahnt sich an, dass er aufreißt. Der Buchenbergwind sieht deutlich besser aus.
Oben wird an beiden Plätzen geschult!
Selten so viel Flieger an der Alm gesehen!
Ich bin dann auch
schnell in der Luft.
Fertig eingepackt erfahre ich, dass Win-
fried am Tegelberg startbereit ist. Ich
komme gerade richtig zum Landeplatz.
Bei seinem Start war Tendenz Südwest, er konnte eine
Nullphase nutzen. Oben pendelt der Wind zunächst um
West, ich warte sowieso, bis überhöht wird, das dauert.
Kurz vor drei
ist es so weit.
Ich finde knackige Thermik zwischen Latschenschrofen und
Rohrkopf. Für beste Steigwerte dreh ich teilweise extrem eng.
Ich beobachte Winfried, aber der zögert noch.
Mehrere Drachen sind inzwischen gestartet.
Als ich sehe, dass Winfried sich
fertig macht, möchte ich in Start-
platznähe fotografierbereit sein.
Ich verliere dabei aber eher Höhe.
Über dem Gelbe-Wand-Schrofen kann ich mich nicht lange
genug halten, ich fliege zu meinem Anfangsbart nordwest-
lich des Latschenschrofen, da geht es wieder knackig hoch.
Winfried kreist im Bereich Rohrkopf ein,
verschwindet aber ganz schnell nach unten.
Ich wundere mich und drehe weiter hoch.
Die Wolkenbasis
erreiche ich bei
etwa zwo-zwo.
Ich lande nach achtzig Minuten, ziemlich er-
schöpft. Winfried berichtet, dass er den Bart
am Rohrkopf nicht habe zentrieren können.