15.9. 19:00: Ich hab die Pilze gebrutzelt und gegessen - leider nicht zu-
vor ins Pilzbuch geschaut. Es waren Satanspilze, keine Hexenröhrlinge.
16.9. 2:00: Starke Schmerzen im Verdauungstrakt.
16.9. 8:30: Ich fahre zur Apotheke in Lechbruck - dort muss ich kotzen, bekomme einen großen Eimer,
mache das draußen. Kaufe Abführmittel. Das Abführen funktioniert, aber der ganze Tag wird eine Qual.
Abends schießt die Fieberkurve hoch. Ich rufe die 112. Die Sanitäter kommen schnell,
ich packe in höchster Eile. Im Krankenhaus wird der Darmverschluss festgestellt und
die sofortige Operation angesetzt. Am 17. bin ich dann morgens auf Normalstation.
Wie oft war ich schon in diesem Krankenhaus! Natürlich meistens, um Gisela zu besuchen.
Ich kenne das Klavier in der Kapelle, hab diesmal aber keine Noten dabei. Ich kann erschreckend
wenig ohne Noten spielen. Wenigstens Zweidrittel schaffe ich mit Chopins Nocturne 27,1. Vollständig
klappt nur das bekannte Präludium in C aus dem Wohltemperierten Klavier Band 1 von Johann Sebastian Bach.
Natürlich schaue ich immer
wieder nach dem Tegelberg.
Schließlich trau ich mich auch raus.
19.9. Der Darm arbeitet wieder recht normal. Ich
darf Wurst, Käse und Brot essen - es geht aufwärts!
20.9. Ich darf nach Hause. Auflagen für die nächsten
drei Wochen: Keine Lasten über 10 kg. Nicht baden.