Mein Fehlstart verfolgt mich nachts. Hab ich vielleicht
ein grundsätzliches Startproblem? Die Vorstellung, nur
noch selten fliegen zu können, macht mich depressiv.
Ich will mir das alles am Berg durch den Kopf gehen
lassen. Die Prognose verspricht gute Bedingungen.
Als ich oben eintreffe, pendelt der Wind um Südwest.
Es gibt immer wieder kurze startbare Momente, aber verlässlich ist das nicht.
Ich habe anregende Gespräche, oben auf der Mauer vorm Zuschauerbereich.
Klaus kommt und ist stolz darauf, auch
bei widrigen Bedingungen starten zu
können. Diesmal hat er etwas überreizt.
Sein Startabbruch führt in die Latschen. Ich helfe ihm beim
Rausholen und kann mich so revengieren. Er versucht es
bald wieder bei vollem Seitenwind - diesmal erfolgreich!
Ich tendiere dazu, nicht zu fliegen. Da müss-
te der Wind schon eindeutig besser werden.
Er wird es! Ich mache mich fertig, habe
einen wunderbaren Start, den ich durch-
weg als perfekt unter Kontrolle erlebe!
Also kein Startproblem!
Der Hang trägt etwas,
es ist ein Riesengenuss!
Am Ende vom Westgrat ist es recht turbu-
lent. Da fliege ich lieber noch zur Hornburg.