Die Prognose verspricht Nässe und Wind, Null Thermik.
Das schreckt die Fliegerwelt. Der Tegelbergwind sieht gut
aus, der Westhimmel ist blau. Ich bin zur ersten Gondel
da, als einziger Flieger! Oben mach ich mich gleich fertig,
vor dem Startplatz kann ich soarend etwas Höhe halten.
Lange halte ich mich überm
Westgrat und seiner Flanke.
Die besten Steigwerte ha-
be ich über der Hornburg,
Macht das Laune, eine Drei-
viertelstunde den Thermik-
himmel alleine zu haben!
Erst als ich eingepackt habe, seh ich den nächsten Flieger.
Ich fahre weiter zum Buchenberg. Der Wind passt perfekt
an der Alm. Ich starte bald, kämpfe mich langsam hoch.
Sehr lange hab ich auch
hier den Luftraum allein.
Plötzlich wird das Steigen extrem.
Aber auch der Wind - ich fliege rück-
wärts! Da hilft nur der Beschleuniger!
Mit dem komme ich ganz langsam vorwärts.
Weiter draußen hat der Wind
etwa Trimmgeschwindigkeit.
Dicht am Boden ist es extrem turbulent - ich stehe
die Landung nicht - aber dafür gibts ja den Protektor.
Am Parkplatz treff ich einen, der mit Beschleuniger
und Ohren rückwärts geflogen sei - hab ihn nicht
gefragt, wo er gelandet ist - kann es mir denken. Ich
will noch baden und fahre zum Kaltenbrunner See.
Das Wasser hat 21°.
In Lechbruck sehe ich schon seit Jahren den Weg-
weiser zum Café Migelig - aber ich bin ja meist
nur bei Sonnenaufgang da. Jetzt bin ich zur rich-
tigen Zeit hier und kehre ein. Empfehlenswert!
Mit dem heutigen Tag liege ich in meiner Flugstatistik
9,6 h über dem bisher besten Jahr 2007. Meine 120,8 h
habe ich 2007 erst genau einen Monat später erreicht.